Jewish Seals in Ashkenaz (1348-1390)

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Judensiegel 2, Nr. 12

1373 April 20

Siegel des Limburger Juden Meyer von Limburg:

Umschrift: keine.

Überlieferung:

Wiesbaden, HStA, Best. 352, Uk. 6, ohne Umschrift.

  • Quellen zur Geschichte der Klöster und Stifte im Gebiet der mittleren Lahn 1, Nr. 653, S. 289.
  • GJ 3, 1, S. 748, Anm. 25 und 14.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist abgerieben und wurde restauriert; Dm: 20 mm (Abdruck); Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: Ein Dreipass, darin befindet sich oben ein Judenhut (?), rechts eine Mondsichel (?) und links ein Stern; im Zentrum ein hebräischer Buchstabe.

Der Buchstabe ist sehr wahrscheinlich ein ב; seine Bedeutung bleibt aber unverständlich. Eine Lesung als מ erscheint ebenfalls möglich und stünde dann sicherlich für מאיר (Meir, Meyer).

Es handelt sich bei diesem Symbolsiegel um eines der sehr wenigen Judensiegel ohne jede Umschrift. Für ein weiteres Beispiel vgl. etwa das Siegel des Cillier Juden Musch von 1360 IX 21 (JS02, Nr. 6, Siegel 1).

Ausstellerin der Urkunde ist die Jüdin Gude, Frau des verstorbenen Vivelin. Aufgrund ihrer Siegelkarenz (wanne ich eygens Ingesiegelles nit en han) bat sie Gottfried, werntlich ryechter zu Mainz (Siegel 1), und ihren Schwager Meyer von Limburg (Meyer von Lyempporg) (Siegel 2) um deren Siegel.

Zur Urkunde, an der das Symbolsiegel hängt, vgl. #0000# zu 1376 XI 5.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, JS02, Nr. 12, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS02/JS-c1-0017.html (Datum des Zugriffs)

Lizenzhinweis

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