Sources regarding the history of the Jews in the Bishopric of Worms (1348-1390)

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46 records in this corpus. Displaying record 8.

Judensiegel 2, Nr. 8

1366 September 3

Siegel des Frankfurter Juden Joselin:

Umschrift: הושעאל ב''ר יצחק […]אצ[…]א * (Hoseael, Sohn des Herrn Isaak, […]). (1)

(1) Gemäß der üblichen Form der Siegelumschriften ist davon auszugehen, dass die Umschrift mit einer Segensformel für den Vater endete. Eine solche kann aber mit den identifizierten Buchstaben nicht in Verbindung gebracht werden. Anstelle der Segensformel wäre auch ein Beiname des Vaters möglich.

Überlieferung:

Marburg, StA, Urk. 49, Nr. 4603, hebr.

  • Friedenberg, Seals (1987), Nr. 126, S. 238-240;
  • Avneri, Seals (1967), Nr. 42, S. 168 (mit falscher Lesung);
  • Quellen zur Rechtsgeschichte der Stadt Marburg 1, S. 517 f. (mit fehlerhafter Lesung) und Tafel 4, Nr. 22 (Abb. Abguss).
  • Quellen zur Geschichte der Juden im HSTA Marburg 1, Nr. 92, S. 24.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist stark abgerieben und fragmentiert; Dm: 25 mm (Abdruck); Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: Ein Hexagramm, darin befindet sich ein Stern oder ein Punkt.

Die Urkunde wurde ausgestellt von Joselin von Frankfurt und David von Hersfeld (Hirsfelde); die Siegelbitte erfolgte an Samuel von Homberg (JS02, Nr. 7, Siegel 1) und David von Frankenberg; statt Davids Siegel aber hängt ein anderes, wahrscheinlich das des Ausstellers Joselin an zweiter Stelle (Siegel 2). Zur Person Joselins vgl. Schnur, Geschichte der Juden in Frankfurt am Main (2015), § 73, Joselin von Marburg.

Zur Urkunde, an der das Siegel hängt, vgl. #0000# zu 1366 IX 3.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, JS02, Nr. 8, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS02/JS-c1-0010.html (Datum des Zugriffs)

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