Sources regarding the history of the Jews in the Bishopric of Worms (1348-1390)

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46 records in this corpus. Displaying record 9.

Judensiegel 2, Nr. 9

1371 März 14

Siegel des Regensburger Juden David von Straubing:

Umschrift: unbekannt.

Überlieferung:

München, BHStA, Reichsstadt Regensburg Urkunden 1805, Jerusalem, CAHJP, P 17-930, S. 29 (ausführliches Archivregest, Papier.), hebr.

  • Friedenberg, Seals (1987), Nr. 97, S. 199 f.;
  • Avneri, Seals (1967), Nr. 44, S. 168.
  • Regesten zur Geschichte der Juden in Deutschland, Nr. 252, S. 136.
  • Stern, Bevölkerung 5, 1 (1932), S. 23 f.;
  • Hecht, Notizen (1861), S. 360;
  • Von Train, Geschichte (1837), S. 68 f. (mit stark antijüdischen Tendenzen des Autors);
  • Gemeiner, Chronik 2 (1803), S. 165.

Kommentar:

Das Siegel ist verloren. Wenn David von Straubing (Davit der jude von Strawbing zu den tzeiten gesezzen zu Regenspurch) identisch ist mit dem 1391 mehrfach als Siegler belegten David (ohne Herkunftsnamen), dann siehe für mögliche Beschreibungen die Siegel an den Urkunden von 1391 III 17 (JS03, Nr. 3, Siegel 1), 1391 VI 2 (JS03, Nr. 12, Siegel 3) und 1391 VII 13 (JS03, Nr. 3, Siegel 2). Darauf, dass es sich um denselben David handelt, könnte die vorliegende Urfehde deuten, in der David schwört, dass er die Stadt Regensburg auf mehrere Jahre (Urkundentext hier unlesbar) nicht verlassen werde.

Die Urkunde wurde von David von Straubing und seiner Frau Sibot ausgestellt. Neben David (Siegel 1, verloren) siegelten auch der Judenrichter Leupolt der Gumprecht (Siegel 2, verloren) und Ulrich auf Tunaw, Propst zu Regensburg (Siegel 3). Als Zeugen anwesend waren die Juden Abraham der Mandel, der Gnendel, der Josel und Chaim (Hadgim) sowie weitere Juden der Gemeinde (unsere Juden ein michelteil ze Regenspurch gesezzen).

Zur Urkunde, an der das Siegel hing, vgl. #0000# zu 1371 III 14.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, JS02, Nr. 9, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS02/JS-c1-001b.html (Datum des Zugriffs)

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