Quellen zur Geschichte der Juden in der Mark Brandenburg (1273–1347)

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Brandenburg 1, Nr. 4

1284 [zwischen Juni 16 und Juli 14], [Spandau]

Grabstein des edlen R. Benjamin (הנ'ר בנימין), Sohn von R. Mordechai (ר מרדכי), gestorben im Monat Tammus 44 nach der (kleinen) Zählung‎‎‎ (תמוז מ'ד' לפרט)‎. (1)

(1) Der Monat Tammus des Jahres 5044 fiel in die Zeit zwischen 1284 VI 16 und 1284 VII 14.

Überlieferung:

Berlin-Spandau, Zitadelle, hebr.

  • Die mittelalterlichen jüdischen Grabmale in Spandau, Nr. 2, S. 19 f.;
  • Die mittelalterlichen hebräischen Epitaphien Spandau, Nr. 2, S. 21 (Umschrift und dt. Übers.).

Kommentar:

Das Teilcorpus der Spandauer Grabsteine umfasst rund 70 Fragmente und weitgehend erhaltene Grabsteine, deren ältester auf das Jahr 1244 datiert wird. Der jüngste der bislang bekannten, datierbaren Grabsteine wurde 1473/74 gesetzt.

Vgl. generell zu den in Spandau aufgefundenen Grabsteinen und einer historischen Einordnung des Corpus die Einleitung der Edition durch Michael Brocke u. a. (Die mittelalterlichen jüdischen Grabmale in Spandau, hier: S. 8-18, sowie die weitere Literatur, ebd., S. 98 f.).

Zur jüdischen Gemeindeinstitution des Spandauer Friedhofs siehe vor allem Christophersen, Friedhöfe (2012), S. 136–138; Brocke, Exkursionsbericht (2011), Pohl, Grabsteine (2008/09), und Kernd'l, Menschen (1992). Eine erste Auswertung ausgewählten Namensmaterials aus dem Gesamtcorpus der Grabsteine bietet die unveröffentlichte Studie: Guggenheim, Women's Names (ms.).

(jrc./sjo./mno.) / Letzte Bearbeitung: 10.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2013, BR01, Nr. 4, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/BR01/CP1-c1-00dv.html (Datum des Zugriffs)

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