Quellen zur Geschichte der Juden in der Stadt Köln (1273-1347)

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Stadt Köln 1, Nr. 8

1280 Februar 21

Edelherr Ritter Johannes, vormals Burggraf von Köln (Johannes, vir nobilis, miles, quondam burggravius Coloniensis), und dessen Frau Katharina (Catherina) bekunden, dass sie von gemeinsamer Hand und mit freiem Willen ihre Güter in Morenhoven der Edelfrau Alheidis, Tochter des vormaligen Kölner Burggrafen Heinrich und Frau Wedekinds, Sohn des Grafen von Wittgenstein (uxor Wedekindi filii domini comitis de Wedegensteyne), und deren vorgenanntem Mann für Einkünfte (redditus) von 40 Mark verpfändet haben. Davon sollen ihnen oder einem verlässlichem Boten (certus nuncius) jährlich am Martinstag 13 Mark und sechs Solidi im Dorf (villa) Morenhoven gezahlt werden; bei Zahlungsverzug können sie das Geld zu Schaden bei Juden nehmen. Adelheid und Wedekind sind gehalten, ihnen die Zinsen mit der Hauptsumme zurückzuerstatten. Die anderen 26 Mark und sechs Solidi können sie nach eigenem Willen zu ihrem Nutzen verwenden. Johannes und Katharina sichern sich und ihren Erben überdies ein Rückkaufrecht für 265 Mark. Siegelankündigung der Aussteller.

Datum anno domini MᵒCCᵒLXXXᵒ, in vigilia cathedra beati Petri apostoli.

Überlieferung:

Aufbewahrungsort unbekannt, lat.

  • UB zur Geschichte des Niederrheins 2, Nr. 745, S. 441 f.

(bel.) / Letzte Bearbeitung: 29.06.2018

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg.v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2016, KO01, Nr. 8, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/KO01/CP1-c1-02uh.html (Datum des Zugriffs)

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