Das Judenschreinsbuch der Kölner Laurenz-Parochie (1273-1347)

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Kölner Judenschreinsbuch 1, Nr. 93

1298 März 31

Im so genannten Judenschreinsbuch der Kölner Laurenz-Parochie wird folgendes Geldgeschäft in einem lateinischen Eintrag festgehalten:

Johannes von Merzenich (de Merzenich) und dessen Frau Elisabeth haben dem Kölner Judenbischof (episcopus iudeorum) im Namen aller Juden (nomine omnium iudeorum) einen auf dem Spielhaus (speylhus) haftenden Erbzins von zehn Mark Kölner Denare übertragen und aufgelassen. Der Zins war zuvor jährlich von Seiten der Juden an sie gezahlt worden.

Actum anno domini m° cc° nonagesimo octavo, crastino palmarum.

Überlieferung:

Köln, HASt, Best. Schreinsbücher, Nr. 107, fol. 15r, Orig., Perg.

Druck: Judenschreinsbuch der Laurenzpfarre, Nr. 232, S. 91.

Literatur: GJ 2, 1, S. 426; Kober, Grundbuch (1920), S. 130.

Kommentar:

Zum Kölner Judenschreinsbuch vgl. KS01, Nr. 1; zur Belastung des jüdischen Spielhauses mit dem Erbzins im Jahre 1288 vgl. KS01, Nr. 60.

(bel.) / Letzte Bearbeitung: 05.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2011, KS01, Nr. 93, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/KS01/CP1-c1-00hf.html (Datum des Zugriffs)

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