Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuchs (1273-1347)

Zurück zur Übersicht

80 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 10.

Nürnberger Memorbuch 1, Nr. 10

1287 [zwischen April und September 10]

Als die "Getöteten von Rödingen" (Rodingen) (הרוגי רודינגן) nennt das Nürnberger Memorbuch nicht namentlich genannte 8 Glaubenszeugen (ח׳ נפשו׳).

מ׳ז׳ל (5047[= 1287])

Überlieferung:

Orig. in Privatbesitz (nicht zugänglich); Fotostat: Jerusalem, IMHM, 2828 P, fol. 100b.

Druck: Martyrologium Nürnberger Memorbuch, S. 26 und 158.

Literatur: Geschichte der Juden 2 (2002), S. 294; Ziwes, Studien (1995), S. 230; GJ 2, 2, S. 703.

Kommentar:

Zum Nürnberger Memorbuch vgl. NM01, Nr. 1. Die Datierung ergibt sich aus dem Beginn der Pogrome Anfang April 1287 und dem Ende des jüdischen Kalenderjahres am 12. September 1287. Motive und Umstände der Verfolgung nennt das Memorbuch nicht. Die Verfolgung stand mit der den Juden zur Last gelegten Ermordung des "Guten Werner" von Oberwesel in Zusammenhang; vgl. Mentgen, Ritualmordaffäre (1995); Ziwes, Studien (1995), S. 230-237.

(rba./mno.) / Letzte Bearbeitung: 04.05.2011

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg.v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2011, NM01, Nr. 10, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/NM01/CP1-c1-0018.html (Datum des Zugriffs)

Zurück zur Übersicht