Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen

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202 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 45.

Westfalen 1, Nr. 45

1303 Oktober 31

Rotger Düker, Richter Ludolfs des Jüngeren von Steinfurt, hinterlegt von den während des Krieges Ludolfs v. Steinfurt gegen Gf. Eberhard [II.] v. der Mark und Bf. Otto v. Münster erzielten Einkünften am Vorabend von Allerheiligen 1303 (anno domini ᵒCCCᵒ tertio … in vigilia Omnium sanctorum) (1) 185 Mark und 7 Schillinge bei einem Juden namens Vivus (2), 45 Mark weniger einem Schilling bei Depold Pistor und 82 Mark und 7 Schillinge bei Everhard Honec: Primo de exactione in guerra contra comitem de Marca et episcopum Monasteriensem, primo de exactione, deposita apud Vivum judeum, centum marcas et LXXXV (3) marcas et VII solidos […].

(1) 1303 Oktober 31.

(2) Die Lesung von Vivus ist in sämtlichen Editionen fehlerhaft.

(2) WUB 11, 1, Nr. 276, S. 143, hat hier irrtümlich LXXXXV.

Überlieferung:

Burgsteinfurt, Fürstliches Archiv, Bestand A, Steinfurt, I 6b, Urkunde Nr. 3, Abschr. (um 1600), lat., Papier.

  • WUB 11, 1, Nr. 276, S. 143;
  • Inventar des fürstlichen Archivs zu Burgsteinfurt 2, S. 128-130, hier: S. 128;
  • Münsterische Urkundensammlung 5, Nr. 31, S. 93-98, hier S. 93.
  • WJ 1, Nachträge, Nr. 6, S. 260 f.;
  • WUB 8, Nr. 167, S. 57;
  • WUB 8, Nr. 111, S. 41;
  • Inventare der nichtstaatlichen Archive Kreis Steinfurt, Nr. 8, S. 41.
  • Hüttenmeister, Juden im Vest Recklinghausen (2008), S. 110;
  • Möllers/Hüttenmeister, [Art.] Recklinghausen (2008), S. 574;
  • Pracht-Jörns, Kulturerbe 4 (2002), S. 306;
  • GJ 2, 2, S. 678;
  • Brilling, Nachweise (1959), S. 148;
  • Mummenhoff, Recklinghausen (1930), S. 271;
  • Pennings, Geschichte (1930), S. 237-241;
  • Snuif, Godscale (1928), S. 305;
  • Perger, Otto (1858), S. 16.

Kommentar:

Hintergrund sind die Auseinandersetzungen zwischen dem Kölner Erzbischof Wikbold von Holte und König Albrecht II., dessen Parteigänger Eberhard von der Mark war, weiter der Edelherr Ludolf der Jüngere von Steinfurt. Dieser erhielt vom Kölner Erzbischof die Amtsherrschaft des Vests, des Bezirks des mittelalterlichen Gogerichts, Recklinghausen und dessen Einnahmen als Pfand mit der Verpflichtung, das Vest zu verteidigen. Stattdessen suchte der Edelherr daraus seinen Vorteil zu ziehen. Das im Rahmen der Fehde angefertigte Heberegister Ludolfs von Steinfurt enthält zwei weitere relevante Einträge zu 1304 März 1 (WF01, Nr. 47) und 1305 [nach Juni 6] (WF01, Nr. 48).

(dia.) / Letzte Bearbeitung: 05.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, WF01, Nr. 45, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WF01/CP1-c1-022j.html (Datum des Zugriffs)

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