Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen

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202 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 63.

Westfalen 1, Nr. 63

[zwischen 1312 September 2 und 1313 September 21]

Als einziges Wort auf dem Bruchstück eines 1818 am Neubrückentor zu Münster gefundenen hebräischen Grabsteins war die Jahreszahl 73 [עג] zu lesen. (1) Sie entspricht dem jüdischen Jahr 5073, das dem Zeitraum vom 2. September 1312 bis zum 21. September 1313 der christlichen Zählung entspricht.

(1) Das Grabsteinfragment ist nicht mehr auffindbar. In einem Schreiben des Landesrabbiners Abraham Sutro vom 31. August 1818 an den Münsterischen Stadtdirektor von Boeselager heißt es, er, Sutro, beehre sich, ihm "die Abschriften der ebraischen Inschrift auf dem Leichenstein zuzufertigen". Hierin heißt es am Ende: "Auf dem Bruchstück eines 4. Leichensteins ist die Jahreszahl 73 lesbar. [Am Rand:] Nach christlicher Zeitrechnung 1313".

Überlieferung:

Münster, StadtA, Stadtregistratur Fach 36, Nr. 3, fol. 45v , Abschr. (1818), hebr., Papier.

  • Möllenhoff/Schlautmann, [Art.] Münster (2008), S. 508;
  • GJ 2, 2, S. 562 f., Anm. 4;
  • WJ 1, Nr. 59, S. 77;
  • Brilling, Grabstein (1966), S. 217;
  • Lewinsky, Geschichte (1906), S. 90;
  • Huyskens, Geschichte der Juden in Münster (1899), S. 135.

Kommentar:

Zum jüdischen Friedhof in Münster sowie den anderen Grabinschriften vgl. WF01, Nr. 43.

(dia.) / Letzte Bearbeitung: 08.03.2018

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, WF01, Nr. 63, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WF01/CP1-c1-0280.html (Datum des Zugriffs)

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