Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen

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Westfalen 1, Nr. 72

1314 Juli 26

Äbtissin Adelheid von St. Marien in Minden und der Konvent der Kirche bezeugen, dass Propst Heinrich von St. Johann in Minden (1) ein bei ihrer Kurie gelegenes Haus ihr und ihrer Kirche zu ewigem Besitz übertragen habe mit der Verpflichtung, ihm lebenslang zu Ostern und St. Michael je acht Schillinge zu zahlen. Sollte dies nicht geschehen, hat er die Möglichkeit, zu ihrem Schaden die Gelder bei Juden aufzunehmen (Quod si non fecerimus, memoratam pecuniam cum nostro dampno mutuari poterit de judeis).

Datum crastino beati Jacobi apostoli anno domini Mᵒ CCCᵐo XIIIIᵒ

(1) Die Pröpste von St. Johann in Minden wurden wegen der geringen Einkünfte des Stifts seit 1230 Archidiakone des Bannes Mandelsloh. Heinrich war dort Archidiakon von 1314 bis 1319; vgl. Holscher, Beschreibung (1876), S. 92.

Überlieferung:

Münster, LA, Damenstift St. Marien Minden, Urk. Nr. 21, lat.

  • WJ 1, Nr. 61, S. 78 f.;
  • WUB 10, Nr. 441, S. 162.
  • Holscher, Beschreibung (1876), S. 1-168.

(dia.) / Letzte Bearbeitung: 05.03.2018

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, WF01, Nr. 72, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WF01/CP1-c1-0283.html (Datum des Zugriffs)

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