Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen

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202 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 88.

Westfalen 1, Nr. 88

1319 Oktober 29

Graf Otto [IV.] von Ravensberg und sein Bruder Bernhard, Dompropst zu Osnabrück (1), bekunden vor vielen genannten Zeugen, dass Heinrich von Laer seinem Bruder Bernhard den Meier Johannes von Dalheim, seine Frau Hillegunde, seinen Sohn Johannes und seine beiden Töchter Mette und Hille verkauft hat. Bernhard brachte 21 Mark Herford-Bielefelder Währung selbst auf, weitere 18 Mark um seinetwegen der Jude Simon von Herford (unde von siner wegene und von sime hiete betalet unde beret [?] Symone dem Juden to Hervorde achteyn mark), weitere drei Mark Werner von Ybbenstein zu Osnabrück.

Dies geschach unde diese bref wart gegeven des nesten dages sunte Simoniß et Jude von unseß heren godeß geborth dusent unde driehundert und negenteyn iar to rekenende.

Rückvermerk:

Littera empcionis villici in Dalheim (15. Jh.)

(1) Bernhard von Ravensberg, Propst von Schildesche, Domherr in Osnabrück und Münster, seit 1317 Dompropst von Osnabrück, nach dem Tode seines Bruders Otto (1306-1328) Gf. von Ravensberg (1328-1346).

Überlieferung:

Münster, LA, St. Marien, Bielefeld, Urkunden, Nr. 27, Orig., dt., Perg.

  • WUB 10, Nr. 686, S. 251 f.
  • WJ 1, Nr. 66, S. 82 f.
  • Brandt/Hengst, Paderborn (2002), S. 525;
  • Pracht-Jörns, Kulturerbe 3 (1998), S. 113;
  • Brade, Herford (1990), S. 22;
  • GJ 2, 1, S. 354.

Kommentar:

Zum Juden Simon von Herford und den übrigen ihn nennenden Urkunden vgl. WF01, Nr. 51.

(dia.) / Letzte Bearbeitung: 19.06.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, WF01, Nr. 88, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WF01/WF-c1-001q.html (Datum des Zugriffs)

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