Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen

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202 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 59.

Westfalen 1, Nr. 59

1311 Januar 21, Hannover

Im Pfandregister des Rates der Stadt Hannover ist zum Jahre 1311 (Anno domini Mͦ CCͦC undecimo) die Verpfändung des Hauses Theoderichs von Schulenburg an den Juden Gottschalk (1) und seine Erben für verzinsliche zehn Mark Bremer Silber am Agnetentag (2) eingetragen (Thidericus de Sculenborch domum suam in die Agnetis obligavit Godescalo judeo et suis heredibus sub usura et pro decem marcis Bremensis argenti in cis[tale] pignus). (3)

[…]

(1) Vgl. zu Gottschalk auch WF01, Nr. 60, WF01, Nr. 61, WF01, Nr. 62, WF01, Nr. 64, WF01, Nr. 65, WF01, Nr. 66, WF01, Nr. 67, WF01, Nr. 68, WF01, Nr. 71, WF01, Nr. 73, WF01, Nr. 74, WF01, Nr. 95 und WF01, Nr. 96.

(2) 1311 Januar 21.

(3) Der Eintrag ist gestrichen.

Überlieferung:

Hannover, StadtA, 1 AA 3, Nr. 8260, fol. 84r, [6], Orig., lat., Perg.

  • Das älteste Bürgerbuch der Stadt Hannover, Nr. 6, S. 192.
  • Historisches Handbuch Niedersachsen (2005), S. 728;
  • Ries, Leben (1994), S. 110;
  • Asaria, Juden in Niedersachsen (1979), S. 27;
  • GJ 2, 1, S. 338.

Kommentar:

Das Pfandregister von 1310-1348 führt das Bruchstück zu den Jahren 1289-1294 (WF01, Nr. 11) fort. Wie auch dort werden zumeist nur Schuldner und Gläubiger sowie die Schuldsummen genannt, selten werden auch die verpfändten Objekte angegeben. Zum Pfandregister vgl. Bürgerbuch Hannover, S. VIII f.; Stadtbücher und Register, S. 108 f. Insgesamt gibt es 258 Eintragungen, darunter 22 mit Beteiligung von Juden, und zwar in den in den Jahren 1311 (3), 1312 (2), 1313 (3), 1314 (4), 1315 (2), 1316 (1), 1321 (2), 1329 (1), 1330 (1), 1335 (2) und 1336 (1); vgl. WF01, Nr. 59, WF01, Nr. 60, WF01, Nr. 61, WF01, Nr. 62, WF01, Nr. 64, WF01, Nr. 65, WF01, Nr. 66, WF01, Nr. 67, WF01, Nr. 68, WF01, Nr. 71, WF01, Nr. 73, WF01, Nr. 74, WF01, Nr. 75, WF01, Nr. 79, WF01, Nr. 84, WF01, Nr. 95, WF01, Nr. 96, WF01, Nr. 122, WF01, Nr. 128, WF01, Nr. 148, WF01, Nr. 149 und WF01, Nr. 157. Unter den jüdischen Darlehnsgebern sticht ein Geldleiher namens Gottschalk mit 14 Einträgen hervor (WF01, Nr. 59, WF01, Nr. 60, WF01, Nr. 61, WF01, Nr. 62, WF01, Nr. 64, WF01, Nr. 65, WF01, Nr. 66, WF01, Nr. 67, WF01, Nr. 68, WF01, Nr. 71, WF01, Nr. 73, WF01, Nr. 74, WF01, Nr. 95 und WF01, Nr. 96). Innerhalb der 50 Eintragungen der Jahre 1337-1348 findet sich kein weiterer Eintrag mit jüdischer Beteiligung.

(jde.) / Letzte Bearbeitung: 03.05.2016

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, WF01, Nr. 59, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WF01/WF-c1-002f.html (Datum des Zugriffs)

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