Quellen zur Geschichte der Juden in Westfalen

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202 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 147.

Westfalen 1, Nr. 147

1335 Mai 10, Hameln

In einem Privileg des Herzogs Ernst I. von Braunschweig für die Stadt Hameln wird neben anderen Vergünstigen festgehalten, dass jeder Jude, der sich in der Stadt Hameln aufhält oder aufhalten wird, dem Herzog zu keinem Dienst verpflichtet sein soll, sondern lediglich der Stadt nach deren Bürgerrechten (Item quicunque judeus moratur vel morabitur in civitate, nobis ad nullum servitium tenebitur, sed civitati tenetur ad iura civilia).

Datum Hamelen, cum burgenses ibidem nobis facerent fidelitatem. Anno domini Mͦ CCCᵒ tricesimo quinto, ipso die Gordyani et Epymachi martirum.

Überlieferung:

Hameln, StadtA, Best. 250, Nr. 28(p), Orig., dt., Perg.

  • UB Hameln 1, Nr. 293, S. 214;
  • Reliquiae manuscriptorum 10, Nr. 7, S. 53-56, hier: S. 55;
  • Scriptores rerum Brunsvicensium 2, Nr. 11, S. 515 f.
  • Beiträge zur älteren deutschen Geschichte 3, Nr. 354, S. 304;
  • Regesta chronologico-diplomatica 2, Nr. 20, Sp. 419.
  • Wiener, Geschichte Juden Hannover (1860), S. 176.

Kommentar:

Herzog Ernst von Braunschweig hatte zuvor die von seinem Vater vorgenommene Verpfändung Hamelns an die Lüneburger Linie der Herzöge eingelöst; vgl. Feige, Geschichte Hameln (1961), S. 41. Das Privileg greift das Privileg Herzog Albrechts vom 28. Oktober 1277 (WF01, Nr. 2) wörtlich auf. Es erfährt 1361, 1363, 1372 und 1407 - jeweils unter Einschluss der Bestimmungen zu den Juden - Bestätigung.

(jde.) / Letzte Bearbeitung: 28.02.2018

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, WF01, Nr. 147, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WF01/WF-c1-0036.html (Datum des Zugriffs)

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