Judensiegel in Aschkenas (1348-1390)

Zurück zur Übersicht

46 Quellen in diesem Teilcorpus. Sie sehen die Quelle 15.

Judensiegel 2, Nr. 15

1374 August 2

Siegel des Juden Isaak von Monschau:

Umschrift rechts: YSAC V(O)N MVNSVE; Umschrift links: [?יצח[ק] [ב''ר[] [ש?]מ[עון. (Isaa[k] [Sohn des Herrn] [Si]m[on?]) (1)

(1) Das C in ISAC sieht aus wie ein T und in der hebräischen Umschrift kann nur der Name Isaak mit Sicherheit erschlossen werden. Da Isaaks Vater Simon hieß (vgl. Schmandt, Judei (2002), S. 225 f.), lässt sich aus dem noch lesbaren Buchstaben 'Mem' mit hoher Sicherheit der Name Simon rekonstruieren. Ganz außergewöhnlich ist, dass beide Umschriften von unten (mittig) nach oben verlaufen und dort nach links versetzt enden, das heißt, das Ende der lateinischen Seite ragt in das Ende der hebräischen Seite hinein.

Überlieferung:

Duisburg, LA, Herzogtum Berg, Urkunden Nr. 436, hebr. und lat.

  • Schmandt, Judei (2002), S. 225 f.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist in gutem Zustand, obwohl links in der Umschrift fragmentiert und rechts bis an die Umschrift; Dm: 24

mm (Abdruck); Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: In einem Schild befindet sich ein nach rechts gewandter steigender Steinbock; um den Schild ein verzierter Pass.

Aussteller der Urkunde war Isaak von Monschau, dessen Familie offenbar die Pogrome im Umfeld des Schwarzen Todes in Köln überlebt hatte. Isaak trieb auch Geschäfte mit Bunheim Schaif; vgl. Schmandt, Judei (2002), S. 225 f. Zu Bunheims Siegel von 1376 V 6 vgl. JS02, Nr. 18.

Zur Urkunde, an der das Siegel hängt, vgl. #0000# zu 1374 VIII 2.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 12.04.2018

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg.v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2015, JS02, Nr. 15, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS02/JS-c1-001s.html (Datum des Zugriffs)

Zurück zur Übersicht