Quellen zur Geschichte der Juden im Bistum Worms (1348-1390)

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Bm. Worms 2, Nr. 135

1390 April 24, Heidelberg

Der neue Pfalzgraf Ruprecht II. bestätigt die Übertragung der Kaiserslauterer Synagoge an seinen dortigen Schreiber Adolf und dessen Frau, die sein Vorgänger Ruprecht I. im Jahr 1388 verfügt hatte.

Wir, Rupr[echt] etc., bekennen etc., als unser lieber vetter selige herczog Rupr[echt] der alte Adolff, unserm schr[iber] zuͦ Lutern for gegunnet und erleubet hat (1), als erlauben und gunnen wir ym auch mit disem unserm briefe, daz er und sine husfr[auwe] daz husz zu Lutern, daz man nennet die iudenschole, nutzen und gebruchen mogent zu irem nutze, die wile kein iude seszhafft da ist. Und sollent dasselbe husz auch in redelichem buwe halten, daz ez icht buwe fellich werde. Und were, daz iuden hernach da wonende wurden und des obgenanten huses wider begeren zu han zu eyner (2) iudenscholen, so sollent sie yn daz folgen laszen. Und ob sie icht daran verbuet hetten, daz sollent yn die iuden, ee sie yn daz wider yngeben, betzalen nach dem, daz der rat daselbst beduncket, daz sie daran verbuet hatten, ane geverde. Urkunde, die briefee [!] usz mit unserm anhan[genden] inges[igel], datum Heid[elberg], dominica Iubilate, anno domini etc. nonagesimo.

(1) Vgl. dazu WO02, Nr. 127.

(2) An dieser Stelle stehen durchgestrichen drei verschriebene Buchstaben.

Überlieferung:

Karlsruhe, GLA, Best. 67, Nr. 808, fol. 20r, Abschr. (gleichzeitig), dt. und lat., Papier.

(Gerd Mentgen) / Letzte Bearbeitung: 02.10.2020

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2020, WO02, Nr. 135, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WO02/WO-c1-0017.html (Datum des Zugriffs)

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