Judensiegel in Aschkenas (1391-1440)

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Judensiegel 3, Nr. 8

1391 April 15

Siegel des Berner Juden Viflin (ben Isaak):

Umschrift: […] . בח''ר] . יצחק .] […] ([…], [Sohn] des gelehrten Herrn Isaak, [?] […]). (1)

(1) Die Siegelumschrift endet mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Segensformel (עמח?); der dafür nötige Platz war vorhanden, doch kann die Stelle aufgrund der Fragmentierung nicht mehr sicher gelesen werden.

Überlieferung:

Bern, StA, Best. F. Bern Oberamt, Nr. 15 IV 1391, www.jewishencyclopedia.com/articles/13365-seal (Digitalisat), hebr.

  • Friedenberg, Seals (1987), Nr. 74, S. 160-163 (mit Abb.).
  • Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, S. 84 f. (Teiledition).
  • Schwinges, Privileg (2014), S. 35 f. (mit Abb. 5);
  • GJ 3, 1, S. 107 und 109, mit Anm. 24;
  • Widmer, Geschichte (1977), S. 125 (Abb.);
  • JE, [Art.] Seal, S. 137 und Tafel 2, Nr. 28 (Abb. nur in der online-Ausgabe);
  • Steinberg, Studien (1902), S. 10.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist stark fragmentiert und abgerieben; Dm: 24 mm (Abdruck). Die Maßangaben folgen Friedenberg, Seals (1987), Nr. 74, S. 159; Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: In einem spitzen Wappenschild befindet sich ein Löwe, der brüllend nach links läuft; um den Schild sind Ornamente angebracht.

Die Urkunde wurde ausgestellt vom Berner Juden Benjamin von Schlettstadt (JS03, Nr. 9, Siegel 2), seiner Frau und deren Sohn Benfeld. Benjamin beglaubigte mit seinem Siegel (Siegel 2) und bat zusätzlich den Berner Juden Viflin (Siegel 1) um dessen Siegel (So haben wir, obgenanten Benyamin der Jude und Meria, sin ewertin, und Bennfelt, sines suines sun, erbetten Viflin, Isacks sun, den Juden, daz der sin ingesiegel zu minem des obgenanten Benyamins offenlich hat henket an disen brief).

Zur Urkunde, an der das (redende?) Siegel hängt, vgl. #0000# zu 1391 Juni 15.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2016, JS03, Nr. 8, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS03/JS-c1-000g.html (Datum des Zugriffs)

Lizenzhinweis

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