Judensiegel in Aschkenas (1391-1440)

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Judensiegel 3, Nr. 3

1391 März 17

Siegel des Regensburger Juden David (David ben Josef) (I):

Umschrift: דוד . ב''ר . יוסף . S'(IGILLVM) (Siegel Davids, Sohn des Herrn Josef). (1)

(1) Die Umschrift wird von einem Fünfblatt (Rose) eingeleitet.

Überlieferung:

München, BHStA, Best. Reichsstadt Regensburg Urkunden, Nr. 3045, hebr.; Jerusalem, CAHJP, P 17-929, S. 143 (ausführliches Archivregest).

  • Friedenberg, Seals (1987), Nr. 97, S. 199 f. (mit Abb.);
  • Avneri, Seals (1967), Nr. 53, S. 168.
  • Israelitische Bevölkerung 5, 2, S. 3, Anm. 4.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist sehr gut erhalten und von einer dicken Wachswanne umgeben; Dm: 28 mm (Abdruck); Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: In einem spitzen Wappenschild befindet sich ein mit seiner Spitze nach unten gekehrtes Pentagramm (Drudenfuß; Davidstern); um den Schild sind Ornamente angebracht.

Von diesem Typar (I) ist noch ein zweiter Abdruck erhalten; vgl. JS03, Nr. 10 (Siegel 3). David besaß ein weiteres Typar (II), das in einem Abdruck von 1391 Juli 13 belegt ist und von seiner Tochter Tüschl geführt wurde; vgl. JS03, Nr. 12 (Siegel 2).

Aussteller der Urkunde waren die Regensburger Juden David (Siegel 1) und seine Frau Plümel (Ich Davit der Jude und ich Plümel sein hausfraw und all unser erben, Juden zu Regenspurkch). Ferner siegelten die Urkunde die beiden Judenrichter Ulrich auf Donau, Propst und Stadtkämmerer (Siegel 2), sowie Hans der Ingolstetter (Siegel 3), welche von David und Plümel um ihre Siegel gebeten wurden.

Zur Urkunde, an der das redende Siegel hängt, vgl. #0000# zu 1391 März 17.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2016, JS03, Nr. 3, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS03/JS-c1-000l.html (Datum des Zugriffs)

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