Judensiegel in Aschkenas (1391-1440)

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Judensiegel 3, Nr. 10

1391 Juni 2

Siegel des Regensburger Juden David (David ben. Josef) (I):

Umschrift: [דוד * ב''ר * י[וסף S'(IGILLVM) (Siegel Davids, Sohn des Herrn Josef). (1)

(1) Das Siegel konnte mithilfe weiterer Abdrücke rekonstruiert werden; vgl. JS03, Nr. 3. Die Umschrift wurde ursprünglich von einem Fünfblatt (Rose) eingeleitet.

Überlieferung:

München, BHStA, Reichsstadt Regensburg Urkunden 3079, hebr.

  • Volkert, Juden (1967), S. 190.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist stark fragmentiert und nur noch zu etwa einem Viertel erhalten; Dm: 28 mm (Abdruck, rekonstruiert); Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: In einem spitzen Wappenschild befindet sich ein gestürztes Pentagramm (Drudenfuß; Davidstern); um den Schild sind Ornamente angebracht.

Zu weiteren Abdrücken der Typare (I und II) Davids von Regensburg vgl. JS03, Nr. 3.

Die Urkunde wurde ausgestellt vom Landshuter Juden Jakob, Schwiegersohn des Regensburger Juden David, und dessen Frau (Ich Jacob der Jud, dez Davitz aydem, mein hawsfraw und alle unser erben, Juden zuo Lantzhuot). Auf Bitten der Aussteller beglaubigt neben den beiden Judenrichtern Ulrich auf Donau, Propst sowie Stadtkämmerer (Siegel 1) und Hans Ingolstetter, Bürger (Siegel 2), auch Jakobs Schwiegervater David (mit unser liben sweher Davitz dez Juden insigel) (Siegel 3) die Urkunde.

Zur Urkunde, an der das redende Siegel hängt, vgl. #0000# zu 1391 Juni 2.

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.04.2017

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2016, JS03, Nr. 10, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS03/JS-c1-001c.html (Datum des Zugriffs)

Lizenzhinweis

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