Quellenansicht

Zurück zur Liste

Judensiegel 1, Nr. 4

1302 Dezember 4

Siegel des Regensburger Juden Gnendel (Peter ben Mosche haLevi):

Umschrift: חותם שיש לפטר ב''ר משה הלוי נ''ע . (Siegel, gehörend zu Peter, Sohn Herrn Mosches haLevi, möge seine Seele im Garten Eden ruhen).

Überlieferung:

Wien, HHStA, AUR 1302 XII 4, hebr.

Kommentar:

Beschreibung: Das Siegel ist abgerieben aber gut erhalten; Dm: 35 mm (Abdruck); Material: Wachs; Form: rund.

Siegelbild: Ein Judenhut trennt das Siegelfeld mit seiner breiten Krempe, darunter verschlungene Bindbänder, darüber ein abhebender Vogel auf der Hutspitze; links ein Stern, rechts eine Mondsichel.

Gnendels Symbolsiegel hängt gemeinsam mit dem seines Sohnes Gaedel (JS01, Nr. 5, Siegel 2) an der Urkunde. Martha Keil wies nach, dass Gnendel zu diesem Zeitpunkt schon verstorben war und seine Söhne das Siegel weiterführten; vgl. Keil, Judensiegel (1991), S. 135-150.

Auch hängt Gnendels Siegel an einer weiteren Urkunde von 1297 V 1 (JS01, Nr. 1, Siegel 2), ohne das Siegel seines Sohnes Gaedel. Bei diesem Siegel von 1297 handelt es sich um das früheste erhaltene Judensiegel aus Aschkenas.

Zur Urkunde, an der das Siegel Peters hängt, vgl. #0000# zu 1302 XII 4 (Siegel 1).

(ale.) / Letzte Bearbeitung: 06.08.2015

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg.v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2014, JS01, Nr. 4, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/JS01/JS-c1-0001.html (Datum des Zugriffs)

Zurück zur Liste