Quellen zur Geschichte der Juden im Bistum Worms (1273-1347)

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Bm. Worms 1, Nr. 246

1325 August 12, Worms

Grabstein eines Mannes, rechtschaffen und aufrecht, des edlen Herrn Josef (1) (איש תם וישר הנד' הנדיב ר' יוסף), Sohn des edlen Herrn Baruch (הנדיב ר' ברוך), begraben am Montag, dem 2. Elul, im Jahre 85 im sechsten Jahrtausend (ביום ב['] ב' באלול שנת פ[']ה['] לאלף הששי).

(1) Kopfzeile, oberer Rand: Epidat Worms, Nr. 29, ediert יוזלין …? ויונש..ן?, überträgt 'Joselen …' und kommentiert: 'Zeile 1: Kopfzeile, nicht recht zu entziffern.' Die Derivatform יוזלין ('Joselin') findet sich häufiger. Der biblische Name 'Josef' wurde bei diesem Grabstein als der kultisch-offizielle im Haupttext verwendet, während man den jiddischen Alltagsnamen des Verstorbenen wohl deswegen in der Kopfzeile anführte, um diese Person von den vielen anderen Trägern des Namens 'Josef' auf dem Wormser Gräberfeld leicht unterscheiden und den betreffenden Bestattungsort zweifelsfrei finden zu können. Bei den weiteren Spuren/Buchstaben der Kopfzeile könnte es sich (u. a.) um die Reste einer Herkunftsbezeichnung handeln.

Überlieferung:

Worms, Jüdischer Friedhof, Nr. 29, Orig.; Epidat Worms, Nr. 29 (Abbildung), hebr., Stein.

  • Epidat Worms, Nr. 29 [letzter Zugriff: 15.09.2016];
  • Die Epitaphien des alten israelitischen Friedhofes zu Worms, Bd. 1, hg. v. Julius Goldschmidt, Ms., Worms 1901 (Worms, StadtA, Abt. 203, Nr. 2), Nr. 1019.

(Klaus Cuno) / Letzte Bearbeitung: 17.07.2020

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2020, WO01, Nr. 246, URL: https://www.medieval-ashkenaz.org/WO01/CP1-c1-02v9.html (Datum des Zugriffs)

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