Quellen zur Geschichte der Juden im Bistum Worms (1273-1347)

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Bm. Worms 1, Nr. 273

1333 Oktober 4, Worms

Grabstein eines Vaters von Weisen und Einsichtigen, […] in gutem Greisenalter, eines Sohnes der 'Fülle' von Jahren, des Rabbiners Natan (1) (אב לחכמים ונבונים […] בשיבה טובה בן מל''א הרב ר' נתן), Sohn des Herrn Isaak (ר' יצחק), ein Großer der Generation, ein Ratgeber und Angesehener (גדול הדור יועץ ונשוא פנים […]), gestorben beim Ausgang des Festes (2), im Monat der Starken (3), im Jahr des 'Seufzens' der Zählung von Zählungen (4) (במוצאי החג בירח האתנים בשנת{?}לאנח''ה לפרט מניינים).

(1) Nach Böcher, Judenfriedhof (1992), Nr. 5, S. 8, handelt es sich um den Stein des Wormser Rabbiners Natan ben Isaak (1333), dessen Inschrift in Reimen verfasst ist. Der Stein wurde 1945 durch Bomben schwer beschädigt.

(2) Nach Epidat Worms, Nr. 190, handelt es sich wahrscheinlich um die Nacht zwischen dem 23. und 24. Tischri.

(3) Epidat: 'Monat der Starken' entspricht der biblischen Benennung des Monats Tischri.

(4) Epidat Worms, Nr. 190, kommentiert: 'Datum: nach dem letzten Tag von Sukkot, 24. Tischri 5094 ('lamed-alef-nun-chet-he' [30+1+8+50+5]) = Montag, 4. Oktober 1333.'

Überlieferung:

Worms, Jüdischer Friedhof, Nr. 190, Orig.; Epidat Worms, Nr. 190, hebr., Stein.

  • Epidat Worms, Nr. 190 [letzter Zugriff: 13.10.2017];
  • Die Epitaphien des alten israelitischen Friedhofes zu Worms, Bd. 1, hg. v. Julius Goldschmidt, Ms., Worms 1901 (Worms, StadtA, Abt. 203, Nr. 2), Nr. 343 und 806;
  • Sechzig Epitaphien, Nr. 25, S. 43-45.

(Klaus Cuno) / Letzte Bearbeitung: 17.07.2020

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2020, WO01, Nr. 273, URL: https://www.medieval-ashkenaz.org/WO01/CP1-c1-02vn.html (Datum des Zugriffs)

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