Quellen zur Geschichte der Juden im Bistum Worms (1348-1390)

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Bm. Worms 2, Nr. 92

1379 Juni 6

Graf Eberhard von Zweibrücken bekundet, dass sein Neffe Graf Heinrich von Sponheim sein Mitschuldner gegenüber den Wormser Judenbürgern Isaak von Aschaffenburg und Gottschalk, Schwiegersohn des Mannus [von Köln,] geworden ist. Graf Heinrich hat für seinen Onkel 140 Gulden ausgeliehen. Für die Rückzahlung bürgt ihm der Aussteller, Heinrichs weitere Bürgen sind der Ratsherr Jakob Heshenner und Johann (Hennel) Ritter, beide Bürger zu Worms. Darüber wurden versiegelte Urkunden ausgestellt. Graf Eberhard gelobt allen drei Bürgen Schadloshaltung durch Tilgung des Darlehens und Begleichung eventueller Zinsen bis zum nächsten Festtag Mariä Himmelfahrt gemäss der ausgestellten Urkunden.

Wir, Ebirhart greve zuͦ Zweinbrucke, erkennen uns uffenlich an desem briefe vor uns unde alle unser erben, daz der edel unser lieber nefe greve Heinrich von Spanheim mit uns schultenar ist worden geyn den bescheiden iuden Isaac von Asschaffenberg unde Gotschalke, Mannis dochtermanne, iuden burgern zuͦ Wormesze, vor hundert unde virtzeg gulden, die er uns usz hat gewonnen unde die auch in unsern kuntlichen notz sint kummen, unde sint auch dar zuͦ dorch des vorgenanten unsers nefen greve Heinrichs willen vor daz selbe gelt unde waz gesuͦches dar uff mag gin unser burgen worden unde des vorgenanten unsers nefen greve Heinrichs die erbern lude Iacob Heshenner, ratherre, unde Henneln Ritter, burger zuͦ Wormesze. Unde hant dar uber ire briefe mit uns geben unde virsigelt, als die selben briefe auch besagent. Des globen wir, greve Ebirhart vorgenant, vor uns unde unser erben mit guden truwen an eydes stat unde mit rechter warheide, diz wir den vorgenanten unsern lieben nefen greve Heinrich von Spanheim unde sine erben unde die vorgenanten Iacob unde Hennel, burger zuͦ Wormesze, geyn dem vorgenanten iuden unde iren [!] erben von der vorgenanten summe geldes wegen unde von allem dem schaden, der dar uff gen mochte, welcherlei der were, gentzlich unde gar ane allen irn schaden sollen unde wollen losen unde entheben hie zuschen und unser Frauwen dag als sie zuͦ himel fuͦr nehest kummet (1), ane alle argelist unde geverde unde in aller der masze, als der brieff besaget, den die vorgenanten iuden von uns dem vorgenanten unserm nefen greve Heinrich unde unsern burgen vorgenant dar uber hant besigelt. Des zuͦ orkunde unde uns zuͦ besagen aller vorgeschreben dinge, sa [!] han wir, greve Ebirhart vorgenant, vor uns unde unser erben unser ingesigel an desen brieff duͦn henckin, der gebn [!] ist des nehesten mandages vor unsers hern licham dag nach Cristi gebort druczehenhundert iar, dar nach in dem nuͦne unde sebenczegesten iare.

(1) 1380 August 15.

Überlieferung:

Koblenz, LHA, Best. 33, Nr. 15203, Orig., dt., Perg.

(Gerd Mentgen) / Letzte Bearbeitung: 02.10.2020

Zitierhinweis

Corpus der Quellen zur Geschichte der Juden im spätmittelalterlichen Reich, hg. v. Alfred Haverkamp und Jörg R. Müller, Trier, Mainz 2020, WO02, Nr. 92, URL: http://www.medieval-ashkenaz.org/WO02/CP1-c1-01fj.html (Datum des Zugriffs)

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